Der Leitfaden
Warum es diese Tafel gibt
Das meiste, was hier in den Dörfern passiert, wird immer noch dort angekündigt, wo die Leute schon sind — geschlossene Gruppen, Feeds, die einen möglichst lange scrollen lassen, Konten, bevor man eine Meldung überhaupt sieht. Es funktioniert, mehr oder weniger. Aber die Hälfte erreicht nie die Leute, für die sie gedacht war, und die Wasserabschaltung steht unter drei Streitgesprächen und einer Werbung.
Wir wollten etwas für Information, nicht für Unterhaltung: schlicht, funktional, weniger interaktiv. Alle sehen dieselbe Wand, in der Reihenfolge, in der die Zettel hochkamen — und danach kommen sie wieder herunter. Kein Ranking, keine Kommentare, nichts, das versucht, dich festzuhalten.
Es ist auch ein kleiner Schritt, für das Alltägliche eines Ortes etwas weniger von den großen Firmen abzuhängen — eine öffentliche Notiz ohne Werbung und ohne Tracking, die zum Lesen keine Mitgliedschaft verlangt.
Komm, find, was du brauchst, schließ den Tab, mach weiter mit deinem Tag. Es ist eine Dorftafel. Mehr muss sie nicht sein.
Ὅ,τι κρεμάει, κάποτε κατεβαίνει.
Hausordnung
- Ein Zettel, eine Sache. Sind es zwei, häng zwei auf.
- Schreib, was stimmt. Uhrzeiten, Preise, Telefonnummern — prüf sie, bevor du aufhängst.
- Alles kommt irgendwann wieder runter. Du bekommst vorher eine Erinnerung, ein Klick hängt es zurück.
- Bleib in der Gegend. Diese Tafel ist für die westliche Mani.
- Verkauf, verschenk, bitte um Hilfe, lad Leute ein. Streit passt hier nicht hin.
- Keine Parteipolitik, kein Wahlkampf.
- Kontakt läuft außerhalb der Tafel. Kommentare gibt es hier absichtlich nicht.
- Wenn etwas nicht hierher gehört, meld es. Drei Meldungen nehmen es ab.
So funktioniert es
Die Wand
Schau auf die Wand wie auf eine echte Tafel. Alles, was hängt, sehen alle, in der Reihenfolge, in der es hochkam — kein Ranking, keine Kommentarspalte darunter.
Oben hast du drei Türen: Wand, Kalender, Gegend. Derselbe Inhalt, drei Blicke. Es ist kein Feed; es ist eine Tafel.

Einen Zettel aufhängen
Ein Zettel, eine Sache. Du wählst Kategorie und Papier, schreibst einmal in deiner Sprache und bestimmst, wie lange er bleibt — 7, 30 oder 90 Tage.
Du darfst drei aktive Zettel haben. Kontakt: versteckte E-Mail-Weiterleitung, Telefon auf dem Zettel, oder einfach vorbeikommen. Bilder nur bei Veranstaltungen — und sie werden in einer Tinte gedruckt, die zum Papier passt.
Bevor er hängt, siehst du die Vorschau in echter Größe und kannst die drei Sprachfassungen anfassen.

Wiederholungen
Nur drei Muster: wöchentlich, monatlich, jährlich — mit Serienende, wenn nötig. Kein Terminplaner-Labyrinth; nur was ein Dorf braucht.
Der Kalender zeigt jedes Vorkommen. Die Wand zeigt den Zettel einmal. Du kannst .ics für die ganze Tafel oder ein einzelnes Ereignis abonnieren.

Handwerkskarten
Handwerkskarten sind alle gleich: gleiche Größe, gleiches Papier, keine Logos, keine Fotos, keine Farbe. Aufmerksamkeit lässt sich nicht kaufen.
Eine Karte pro bestätigtem Konto. Sie hält etwa 400 Tage; gegen Ende kommt eine Bestätigung mit einem Klick. Bleibst du still, verblasst sie und kommt dann runter. Vermietung und Immobilien bekommen keine Karte — nur datierte, ablaufende Zettel.

Anmeldung
Nur E-Mail. Wir schicken dir einen Link und einen sechsstelligen Code — was gerade passt. Kein Passwort, kein Google- oder Facebook-Konto.
Zum Lesen der Wand brauchst du nichts. Anmelden ist zum Aufhängen.

Ablauf
Was hängt, kommt wieder herunter. Schweigen heißt Abnehmen — nie eine automatische Verlängerung.
Zettel verschwinden am Datum, das du gewählt hast. Handwerkskarten bekommen vor Ablauf eine Bestätigungserinnerung; ein Klick hängt sie wieder auf. Ignorierst du sie, verblassen sie und kommen runter — mit einem Link zum erneuten Aufhängen.
Melden
Genau vier Gründe: Spam, falsche Kategorie, anstößig, gilt nicht mehr. Ohne Anmeldung — Reibung hier heißt, echte Probleme bleiben ungemeldet.
Drei verschiedene anonyme Meldungen verstecken es und schicken es in die Warteschlange. Zweimal „gilt nicht mehr“, und der Zettel läuft einfach ab — ohne Admin.

Sprachen
Die Tafel liest man auf Griechisch, Englisch oder Deutsch — eine Sprache zur Zeit. Deinen Inhalt schreibst du einmal; ein KI-Modell über OpenRouter übersetzt ihn in die anderen beiden, und das Ergebnis wird gespeichert. Es wird nicht bei jedem Aufruf neu geholt.
Liest du eine Übersetzung, siehst du den Hinweis „maschinell übersetzt“ und darunter das Original — zum Gegenlesen. An OpenRouter gehen nur Überschrift und Text des Zettels; nie E-Mail, Telefon oder IP.

Die Gegend
Die Gegend-Seite und manche offiziellen Zettel an der Wand holen öffentliche Bulletins von außen — nicht von dir. Unten: jede Quelle und wann zuletzt nachgeschaut wurde. Nur öffentliche Bulletins; keine personenbezogenen Daten.
Externe Quellen
- Wetter & MeerOpen-Meteo · Gegend-Seite
- WaldbrandgefahrZivilschutz / EFFIS · Gegend + Kalender
- KTEL westliche Manioffizielles PDF ktelmessinias.gr · unverbindlich
- StromabschaltungenΔΕΔΔΗΕ · offizielle Zettel an der Wand
- WetterwarnungenEMY / MeteoAlarm · offizielle Zettel
- ErdbebenNOA Geodynamik · offizielle Zettel
- Apothekenlokale Liste · kein Live-Notdienst
- Gesundheit, KEP, Post, Nummernlokale Liste · telefonisch bestätigen

Benachrichtigungen
Push-Benachrichtigungen sind standardmäßig nur für Offizielles — Wasserabschaltung, Feuer, Straßensperren. Veranstaltungen sind separat zuschaltbar.
Auf dem iPhone brauchst du zuerst „Zum Home-Bildschirm“. Ohne das liefert Safari keinen Push. Eine ruhige Zeile erklärt das — nie ein nerviges Fenster.
Was wir nicht tun
Keine Werbung, kein Ranking, kein Tracking für Werber. Keine Schriften oder Captchas von Dritten — alles selbst gehostet.
Falls es Besucherstatistik gibt, ist es Umami auf derselben Maschine — keine Profiling-Cookies, kein Drittland-Leak dafür.